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Ihre 2. Chance: Die Vergebenen-Meldungen

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 16.11.17 16:05 Uhr   |  Themen: Vergebenen-Meldung

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Trotz erneuter Vorstöße in den jüngsten Vergaberechtsänderungen werden immer noch viel zu viele Ausschreibungen in einem Los und damit relativ mittelstandsfeindlich ausgeschrieben. Die Anzahl großer, losfreier Ausschreibungen mit einem Auftragsvolumen von mehr als 10 Millionen Euro ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – ein wirklich ärgerlicher Umstand für uns Bieter. Diesem kann man derzeit leider einzig dadurch Paroli bieten, dass man entsprechende Bieterfragen stellt, weshalb sich die Behörde nicht an § 97 Abs. 4 GWB (Zwang zur losweisen Vergabe) gehalten hat. Meist ist es dann aber zu spät und die laufende Vergabe wird nicht mehr in Lose unterteilt. Immerhin gibt es in solchen Fällen noch eine zweite Chance, doch noch an einen Teilauftrag zu kommen, und zwar über die Vergebenen-Meldung.

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Aktuelles von der UVgO: Einführung auf Länderebene in Hamburg

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 09.11.17 15:04 Uhr   |  Themen: Rechtliches, Unterschwellenvergabeordnung (UVgO)

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist das erste Bundesland, welches die UVgO auf Länderebene einführt. Mit Beschluss vom 18.07.2017 trat die UvGO bereits zum 01.10.2017 in Kraft und ersetzt damit die VOL/A 1. Abschnitt künftig bei allen unterschwelligen Dienstleistungsvergaben in Hamburg, die nach diesem Stichtag initiiert wurden. Nationale Ausschreibungen, die vor dem Stichtag veröffentlicht wurden, werden nach altem Recht fortgeführt. Anlass genug, mal den Stand der Dinge in den übrigen Bundesländern abzuklopfen:

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Begrifflichkeiten des Vergaberechts: Eignungskriterien

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 02.11.17 14:49 Uhr   |  Themen: Begrifflichkeiten des Vergaberechts

Teil 4 unserer Serie "Begrifflichkeiten des Vergaberechts" befasst sich mit Eignungskriterien. Umfasst eine Vergabe einen Teilnahmewettbewerb oder wird sie im Offenen Verfahren durchgeführt, findet eine Eignungsprüfung statt. Es soll geklärt werden, ob die Bieter im Falle einer Bezuschlagung in der Lage sind, die ausgeschriebenen Leistungen zu erbringen. Dies geschieht im Unterschwellenbereich anhand folgender Kriterien nach § 6a Abs. 1 VOB/A (Bau) bzw. §6 Abs. 3 VOL/A 1. Abschnitt (Dienstleistungen „altes“ Vergaberecht). Dienstleistungen nach neuem Vergaberecht (derzeit bereits geltend bei den Bundesbehörden und in der Freien und Hansestadt Hamburg) §33 UVgO:

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Wie setze ich die EEE richtig ein?

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 26.10.17 14:03 Uhr   |  Themen: Tipps im Umgang mit Ausschreibungen, E-Vergabe

Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).jpgSeit dem 06.01.2016 geht wieder einmal „ein Gespenst um in Europa“, und dieses Mal kommt es von ganz oben: Mit der an diesem Tag in Kraft getretenen Durchführungsverordnung 2016/7 zur Einführung des Standardformulars für die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) will die EU-Kommission den Bietern die Angebotsabgabe erleichtern, hat aber dabei ein Phantom in die Welt entlassen, das bisher kaum gesehen ward. Trotzdem lohnt es sich, sich hier durchzubeißen, da die EEE durchaus dazu taugt, den Angebotsalltag zu erleichtern – selbst dann, wenn manche Behörden hinterherhinken.

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Begrifflichkeiten des Vergaberechts: Was sind eigentlich CPV-Codes?

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 19.10.17 15:05 Uhr   |  Themen: Begrifflichkeiten des Vergaberechts, CPV-Codes

Begrifflichkeiten des Vergaberechts_CPV-Codes.jpgTeil 3 unserer Serie Begrifflichkeiten des Vergaberechts befasst sich mit CPV-Codes. Die Europäische Union stellt seit 2003 für die Vergabe öffentlicher Aufträge in den Mitgliedstaaten das "Gemeinsame Vokabular für öffentliche Aufträge" (Common Procurement Vocabulary, CPV) zur Verfügung. Dabei sind die Vergabestellen verpflichtet, die in den entsprechenden Verordnungen aufgeführten Codes zu verwenden. Diese sind  naturgemäß nur für Ausschreibungen im Oberschwellenbereich, d.h. nach EU-Recht, verpflichtend anzuwenden, doch greifen zahlreiche deutsche Vergabestellen auch im Unterschwellenbereich darauf zurück.

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Update zur UVgO: Einführung zum 02. September

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 12.10.17 10:00 Uhr   |  Themen: Rechtliches, Unterschwellenvergabeordnung (UVgO)

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Manchmal geht es dann doch schneller als gedacht zu in der öffentlichen Verwaltung: Der Bundesrat hat grünes Licht für die notwendigen Änderungen im Haushaltsgrundsätzegesetz gegeben und damit dürfte die UVgO nun endlich ab dem 02. September 2017 seine Gültigkeit für die Bundesbehörden haben.

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Weshalb Sie Vorinformationen unbedingt Beachtung schenken sollten

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 03.10.17 10:13 Uhr   |  Themen: Vergabeverfahren, Tipps im Umgang mit Ausschreibungen

Durch das neue Vergaberecht sind Vergabeverfahren erhöhter Transparenz unterworfen. Vergabestellen müssen – zunächst noch lediglich bei europaweiten Ausschreibungen – bereits mit der Bekanntmachung einen Link angeben, über den die Ausschreibungsunterlagen frei abrufbar sind. Diese Form der Veröffentlichung von Unterlagen missfällt so einigen Vergabestellen, die ihre Leistungsbeschreibungen nicht von jedermann anonym seziert haben möchten. Deswegen suchen mehr und mehr Vergabestellen ihr Heil in der Vorinformation auf Basis des § 38 Abs. 4 VgV. 

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Begrifflichkeiten des Vergaberechts: Bietergemeinschaft

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 29.09.17 13:08 Uhr   |  Themen: Begrifflichkeiten des Vergaberechts

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Dieser Beitrag ist bereits der Teil 2 unserer Beitragsserie "Begrifflichkeiten des Vergaberechts". Ein Angebot kann immer dann von mehreren Unternehmen gemeinsam, das heißt  als Bietergemeinschaft abgegeben werden, wenn im Falle des Zuschlags von mindestens zwei Unternehmen eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden soll. Eine Bietergemeinschaft muss sich allerdings im Rahmen der kartellrechtlichen Grenzen bewegen.

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So räumen Sie Unklarheiten richtig aus dem Weg

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 26.09.17 10:09 Uhr   |  Themen: Bekanntmachung, Tipps im Umgang mit Ausschreibungen

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Viele von uns kennen das: Man liest eine verheißungsvolle Bekanntmachung zu einer präzise umrissenen Beschaffungsmaßnahme und ruft erfreut die Ausschreibungsunterlagen ab. Nach Erhalt muss man aber feststellen, dass doch nicht alles so klar und eindeutig ist, wie der Bekanntmachungs-Kurztext es verhieß. Je komplexer der Auftrag, desto länger meist die Verdingungsunterlagen-Pamphlete – ohne dass die Angaben darin unbedingt klarer wären. Schon fast gewohnheitsmäßig bleibt offen, was genau in den Endpreis einzukalkulieren ist oder welche konzeptionellen Vorstellungen der Auftraggeber genau hat. Oft kommt auch die Frage auf, wo genau die Abgrenzung zwischen einzelnen Losen liegt. Abhilfe schafft hier nur die Bieterkommunikation, bei der es allerdings Einiges zu beachten gibt.

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Begrifflichkeiten des Vergaberechts: Wettbewerblicher Dialog

Beitrag von Dr. Alexander Seyferth am 22.09.17 13:02 Uhr   |  Themen: Begrifflichkeiten des Vergaberechts

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Lesen Sie hier Teil 1 unserer Beitragsserie "Begrifflichkeiten des Vergaberechts". Im Wettbewerblichen Dialog können oberhalb der Schwellenwerte besonders komplexe Beschaffungsvorhaben vergeben werden (vgl. § 119 Abs. 6 GWB).

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Über diesen Blog

Lesen Sie Akquise-Tipps von den Profis. Der DTAD Blog ist ein Blog der DTAD Deutscher Auftragsdienst AG und bietet neben Informationen zur erfolgreichen Auftragsakquise aktuelle Beiträge, Beitragsserien und Tipps rund um:

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